Des sei mir

 

Wer macht denn hier Musik?

 

„De Gockeschen“ – was ist das - werdet Ihr Euch fragen. Lasst es Euch kurz erklären: Wir sind Musikanten, die die traditionelle vogtländische Volksmusik am Leben halten wollen. Unser Name geht zurück auf unseren Ort Jocketa, der von Einheimischen im Dialekt „Gocke“ genannt wird.

Wir schöpfen aus dem Liedgut unserer Vorfahren und halten vogtländische Volksmusik in humorvoller, urwüchsiger Art am Leben. Die vogtländische Tracht ist unsere Auftrittskleidung. In derber Art erzählen unsere Lieder, Gedichte und Geschichten vom rauen Leben im Vogtland. Speziell das Leben, Lieben und Feiern auf dem Land ist Inhalt unserer Programme.

 

Da der Vogtländer nicht nur hart arbeitet, sondern auch gern feiert, spiegelt sich dieses in seinem Brauchtum wider. Zur Kirmeszeit bieten wir ein spezielles Kirmesprogramm. Aber auch die Advents- und Weihnachtszeit, beginnend am Andreasabend (30. November), ist ein Höhepunkt in unserer Brauchtumspflege. Mit unserem Weihnachtsprogramm zeigen wir in heiter- besinnlicher Art, wie es einmal war. Und natürlich vergessen wir dabei auch nicht die gute alte Hutzenstube.

 

Besonders stolz sind wir, dass wir eine junge Gruppe sind und wir damit zeigen, dass die Pflege von Traditionen auch durch die Jugend getragen wird. 

Handgemachte Volksmusik, das ist unser Motto. Und so spielen die Musikanten teilweise mehrere Instrumente und singen. Ein Wechselspiel zwischen Mandolinen, Mandola, Gitarre, Flöte, Klarinette, Posaune, Flügelhorn, Bass und Akkordeon lassen die Musik immer neu erleben. Am Liebsten spielen wir da, wo keine Verstärkung durch Technik notwendig ist, denn wer uns kennt, weiß, dass der ständige Wechsel der Instrumente und der wechselnde Gesang eine Herausforderung für jeden Tontechniker ist.

 

Und wenn wir keine Musik machen?

 

Wir sind ein eingetragener Verein und haben neben den Musikern auch noch weitere Mitglieder, die uns stärken. Gemeinschaft leben und erleben können wir in unserem Vereinshaus, dass wir mit vereinten Kräften geschaffen haben und weiter erhalten. Auf dem Gelände der Burgruine Liebau, wo wir alljährlich unser Ruinenfest feiern haben wir unser Domizil errichtet und somit einen Platz gefunden, der zur Brauchtumspflege ideal ist.

 

Und wenn wir unseren Verein nach Außen präsentieren, schlüpfen auch mal „Nichtmusikanten“ in die Tracht und begleiten uns zu Festumzügen. 

Wie fing alles an?

 

Im Jahr 1965 entstand im Rahmen der Urlauberbetreuung die Singgruppe Jocketa. Das damalige Repertoire reichte vom Volkslied bis zur Arie. Mitte der 70er Jahre wurde der Gruppe empfohlen Lieder und Texte in Mundart aufzunehmen. Zur Unterstützung der Gruppe kam Ilse Jahreis aus Netzschkau, und brachte die vogtländische Volksmusik und Mundart näher. Zur Auftrittskleidung wurde die vogtländische Tracht und so wurden aus der Singgruppe „De Gockeschen“. Es dauerte nicht lang, da hatten „De Gockeschen“ Nachwuchs und die „Gockeschen Ziebele“ erblickten das Licht der Welt. Kinder kamen zusammen, die Lust am singen und musizieren hatten. So wuchs die Gruppe heran und blieb jung. Einige dieser „Ziebele“ sind heute noch bei uns dabei.

Im Januar 1991 haben wir dann den Vogtländischen Volksmusikverein „De Gockeschen“ e.V. gegründet und uns die Brauchtumspflege zum Vereinszweck gemacht.

 

 

Vogtländischer Volksmusikverein

"De Gockeschen" e.V.

Thälmannstraße 4

08543 Pöhl/ OT Jocketa

 

Ansprechpartner:

Anne Schwegler

Tel: 037439/ 6530

Fax: 037439/ 77431

Handy: 0173/ 9652999